Grüningen, Dietrich v.

GND13614621X, ♂, Landmeister des Deutschen Ordens in Livland, Landmeister des Deutschen Ordens in Preußen

+ 1258-09-03 (?)

Haupteintrag

Stammte aus Thüringen, aus einer Ministerialenfamilie der Landgrafen von Thüringen. Am 18. November 1234 Eintritt in den Deutschen Orden im Gefolge des Landgrafen Konrad von Thüringen in Marburg. 1237 Ernennung vom Hochmeister Hermann von Salza zum Landmeister von Livland, jedoch baldige Rücknahme des Amtes wegen zu kurzzeitiger Ordenszugehörigkeit. Begleitete den preußischen und livländischen Landmeister Hermann Balk nach Livland. Seit 1238 Landmeister von Livland, am 19. April 1239 zuerst urkundlich nachweisbar. Am 7. Mai 1240 beim Generalkapitel des Deutschen Ordens in Mergentheim. 1241 kehrte nach Livland zurück. Im Winter 1241/42 leitete die großangelegte Militärkampagne in Kurland, errichtete die Burg Jesusburg (später Goldingen). 1242 schloss einen Vertrag mit dem Bischof Heinrich von Ösel zur Übergabe eines Viertels der Wiek an den Deutschen Orden. Vor Oktober 1243 verließ Livland, wahrscheinlich leitete einen Kriegszug zusammen mit den Lübeckern gegen die Prußen im Samland. Im Juli 1245 als Stellvertreter des Deutschmeisters in Marburg nachweisbar. Im Juli 1246 kam als Vertreter des Landgrafen von Thüringen und kurz zuvor gewählten Gegenkönigs Heinrich Raspe zum Papst Innozenz IV. Nach 8. Februar 1247 Landmeister des Deutschen Ordens in Preußen. 1254-56 Deutschmeister, Ende 1254 in Frankreich. 1255 kehrte nach Preußen zurück. Am 29. Juni 1256 hielt ein Generalkapitel des Deutschen Ordens in Frankfurt am Main. Am 26. Februar 1258 als Landmeister von Preußen in Marburg nachweisbar. Wahrscheinlich starb am 3. September 1258

Bibliographie

Arbusow, Geschlechter, Nr. 154 (248); Benninghoven, Schwertbrüder, S. 462, Nr. 162; Wojtecki, Studien zur Personengeschichte, S. 133–135; Fenske/Militzer, Ritterbrüder, S. 277–79, Nr. 329; Dorna, Bracia zakonu, S. 132–141, Nr. 68; Dorna, Die Brüder, S. 142–152, Nr. 68

Nachweise

Bericht Heldrungen, SRP V, S. 171; Hermann von Wartberge, SRP II, S. 34 f.; Peter von Dusburg, SRP I, S. 198 f.; Wyss, Hess. UB I, Nr. 79, 152; Pr. UB I/1, Nr. 189, 283; LUB I/1, Nr. 163, 170, 194, 274; UB Thür., Nr. 75; Hennes, Codex diplomaticus I, Nr. 121; MGH Epp. saec. XIII 2, S. 159 f., Nr. 209; RI V, 2/3, S. 1292, Nr. 7657

Datenbank

  1. GND: 13614621X