Faber, Gotthilf Theodor

Diplomat, Schriftsteller

* Riga 4. 2. 1766;
† Paris 28. 11. 1847

V.: Johann Andreas F., aus Magdeburg, Hofgerichtsadvokat, † 1770; M.: Catharina, geb. Schwar(t)z, † 1770; ⚭ ? Schulbesuch in Magdeburg. Stud. in Halle (1785) u. Jena (1785). 1787 in Straßburg. 1789 in Paris. Franz. Soldat unter Lafayette, dann unter Dumouriez in d. Champagne u. in Belgien. 1793 u. 1795 in österreich. Gefangenschaft, floh aus Ungarn. Hauslehrer in Hessen. Dann im franz. Zivildienst b. d. Zentralverwaltung d. Roerdep. in Aachen u. Kommissär d. vollziehenden Gewalt im Cleveschen. Hrsg. d. „Beobachter im Roerdepartment". Prof. d. frz. Lit. u. Sprache an d. Zentralschule in Köln. 1805 an d. Univ. Wilna berufen, aber am Min. d. Ausw. Angeleg. in St. Petersburg angestellt. Lebte ca. 1807-12 in Karlsberg b. Wenden (Livl.). 1812-14 im Dienst d. Polizeimin., 1813 Hrsg. d. „Conservateur impartial" in St. Petersburg. 1816 Attaché d. russ. Gesandtschaft am Bundestag in Frankfurt/M., 1818 auf d. Kongreß in Aachen. 1822 in Mainz, 1834 in Koblenz. Seit ca. 1840 i. R. b. Luzern, seit 1843 in Paris. WStRat.

Werke

frz. u. dt. polit. Aufsätze u. Bücher über Frankreich, Griechenland u. a

DBBL

Seite 205
Seite 205

Nachweise

Kb. Riga St. Jakobi; DGB 37, 334 (Eltern); RBS; R/N u. Nachtr.; P. Falck, Th. v. F., in: Rig. Stadtbl. 1891 Nr. 47; Nekr.: Inland 1848, 135

Bibliographie

R/N u. Nachtr