Grot, Martha v.

Pädagogin

* Hasenpoth (Kurl.) 14. 10. 1867
† Vielbach (Westerwald) 28. 12. 1962

V.: Jeannot v. G., Oberhofgerichtsadvokat, seit 1878 in Mitau; M.: Cölestine, geb. Tiling (T. v. → Aug. T.), † 1881; ledig. Privatschulen. Lehrerinnenex. am Gouv.-Gymn. in Mitau. 2 Jahre Sprachstudien in Paris. Pädagog. Ausbildung am Lehrerinnenseminar in Dorpat. Unterrichtete an priv. dt. Kreisen- in Goldingen u. Mitau. Seit 1904 Leiterin d. Lehrerinnenseminars d. Livl. Ritterschaft in Dorpat. Erstrebte in Anlehnung an Gaudig u. Kerschensteiner d. Weckung u. Schulung aller geistigen Kräfte, vor allem d. Willens durch- Eigeninitiative, Selbsttätigkeit u. Mitverantwortung d. Schülers. Erreichte durch d. enge Verbindung v. pädagog. Theorie u. Praxis in e. intensiven Arbeitsgemeinschaft aller Lehrkräfte ungewöhnliche Unterrichtserfolge. Im 1. Weltkrieg ins innere Rußland verbannt. 1919 in bolschew. Haft. Seit 1920 mit 5 ihrer Dorpater Lehrerinnen in Pasing b. München. Leiterin e. Lyzeums. 1927-36 pädagog. Leiterin d. Zinzendorfschule (Lyzeum u. Internat) in Neuwied a. Rh. - Lebte dann i. R. meist in Vielbach.

Nachweise:

F. Blum, Die Zinzendorfschule in Neuwied (München 1933); M. v. Gebsattel, Die Schule des erziehenden Unterrichts (Grotschule) (Paderborn 1949); P. Walter, Ein Dokument zur Geschichte der deutschbaltischen Schule, in: BH 8 (1962), 80-86; - M. Steinwand, Schulerinn., 34 ff.; Nekr.: BB 16 (1963) Nr. 2, 8 (P. Walter)